Nepomucks Märchen

Kobold Nepomuck entführt euch in die bunte Welt der Märchen. Und hier ist allerlei los! Das ganze Zauberland steht Kopf, denn der vergessliche Zauberer Ugoblix hat sein Zauberbuch verlegt, Ginny findet sich an ihrem siebten Geburtstag plötzlich im Elfenland wieder, Nepomuck reist mit einem Flaschengeist durch die Lüfte und Jenny versucht das Märchenland zu retten, das die Hexe Babula in einem See aus flüssiger Schokolade ertränken will.

Zu jedem der 14 spannenden Märchen gibt es ein lustiges Ausmalbild - so können die kleinen Leser das Buch ganz individuell mitgestalten.

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Leseprobe aus dem Buch

Der vergessliche Zauberer

Vor langer Zeit lebte einmal ein Zauberer namens Ugoblix. Der war immer zu Scherzen aufgelegt, aber leider auch sehr vergesslich. Und so suchte jeder im Land nach seinem Zauberbuch, denn er hatte sein ganzes Reich verzaubert und konnte sich nicht mehr an den Gegenspruch erinnern.

„Wo hab ich es nur hingelegt?“ Nachdenklich rieb er sich die übergroße Nase und blickte stirnrunzelnd durch seine verbogene Brille, die nur noch ein Glas hatte, denn das andere war schon vor Jahren herausgefallen und unauffindbar.

 

Eines Tages kreuzte ein Kobold seinen Weg. „Was suchst du hier im Koboldwald?“, fragte er den Zauberer verwundert.

„Ach, mein Junge, das ist eine lange Geschichte“, seufzte Ugoblix. „Ich habe Zeit!“, entgegnete Nepomuck, der für sein Leben gern Geschichten hörte. Und so erfuhr er endlich, was geschehen war.

Der Zauberer nahm den neugierigen kleinen Kerl sogar mit in sein sonderbares Reich. Hier war alles anders: der Himmel war grün, der Rasen rot, und die Bäche sprudelten regenbogenfarben. Blaue Vögel flogen rückwärts und prallten dabei gegen gelbe Bäume, die sie mit dem Schwanz ja nicht sehen konnten. Traurig nahm Ugoblix einen von ihnen vom Boden auf. Das Tier zwickte ihn schmerzhaft in den Finger und schimpfte empört: „Schau, was du angerichtet hast!“ Der Zauberer ließ den Kopf hängen. Ein Eichhörnchen schlug ununterbrochen Purzelbäume und ein Mann, der ihnen entgegenkam, trug sein Pferd auf den Schultern. „Wann bringst du das wieder in Ordnung?“, fragte er. „Ich bin es leid, den Gaul umher zu schleppen!“

Nepomuck staunte. „Warte nur ab, bis wir im Schloss sind“, knurrte sein Begleiter.

Das Schloss war prächtig anzusehen, wenn es auch auf dem Kopf stand. Sie mussten eine Strickleiter hochklettern um ins Innere zu gelangen. Tisch und Stühle hafteten an der Decke, die einst der Boden war. „Darf ich dir ein Stück Kuchen anbieten?“, fragte der Zauberer. Dicke Krapfen und leckere Tortenstückchen kamen angeschwebt, doch immer, wenn der Koboldjunge nach ihnen greifen wollte, sausten sie davon. „Vielleicht einen Kakao?“ Eine bauchige Kanne aus rotem Porzellan mit weißen Herzen erschien und versuchte ihren Inhalt in einen bunten Becher zu gießen. Doch das war gar nicht so einfach, denn auch das Trinkgefäß schwebte lustig durch die Gegend und dachte gar nicht daran, an einer Stelle zu verharren. Und so ergoss sich der zum Glück inzwischen abgekühlte Kakao schließlich auf den erwartungsvoll nach oben schauenden Nepomuck. Der schleckte enttäuscht über seine Lippen.

„Komm erst mal mit in die Schlossküche“, sagte Ugoblix verdrossen.

Dort herrschte das reinste Chaos. Köche sprangen hin und her, um die Kuchen und Hähnchenkeulen einzufangen, die sich in den unter der Decke hängenden Regalen versteckten oder durch die riesige Halle flogen. Das Gemüse hüpfte ständig wieder aus dem Kochtopf, und der Salat sang aus Leibeskräften Kinderlieder. Die Kartoffeln riefen: „Ihr kriegt uns nicht, ihr kriegt uns nicht!“ Dabei kullerten sie lustig über den Boden. Und an beiden Seiten der Tischplatte hatten sich Porree-Stangen zu Toren formatiert. Langbeinige Karotten versuchten lautstark Cocktailtomaten und Radieschen hindurch zu kicken.

„Kannst du da nichts gegen machen?“, fragte Nepomuck und jagte einem fliegenden Keks hinterher. „Ätschibätsch“, kicherte das Gebäckstück schadenfroh, als sein Verfolger sich den Kopf an einem Stuhl stieß, und entwischte durch die offene Tür auf den Flur.

Der kleine Kobold rieb sich die schmerzende Stirn und schaute den Zauberer vorwurfsvoll an.

„Das ist ja furchtbar! Und ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, kopfüber von der Decke hinab zu baumeln!“ Dann fing er plötzlich an zu lachen und konnte sich gar nicht wieder beruhigen.

„Ich glaube, das ist mein lustigstes Abenteuer“, gluckste er und hielt sich den Bauch.

„Ich finde es nicht mehr komisch“, stöhnte der alte Magier. „Ich muss das Buch wiederfinden! Wenn ich nur wüsste, wo ich es gelassen habe. Seit Jahren sucht hier Mann und Maus danach.“

„Könnte es jemand gestohlen haben?“, erkundigte Nepomuck sich nachdenklich.

„Nein, ich verlege öfter was. Aber es hatte noch niemals so schlimme Folgen. Und ich kann mich nicht an den Zauberspruch erinnern, der alles rückgängig macht.“

„Wo hat es denn sonst immer gelegen?“

 

Der Zauberer sah ihn nachdenklich an. „Mal hier mal dort, es blieb nie gern an einem Platz und machte sich nach Lust und Laune selbstständig.“ ...

 

Weiter geht es in dem Buch!

©byChristine Erdic