Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde

Taschenbuch mit lustigen Ausmalbildern für nur 6,99€

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Tauchen Sie ein in das Reich der Hexen, Elfen und Kobolde

 

 

Dieses Buch lädt den Leser mit seinen märchenhaften und lehrreichen Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Feen zu einer Reise in die bunte Welt der Fantasie ein. Mit seinen lustigen Ausmalbildern ist es für Kinder ebenso geeignet wie für all jene, die im Herzen jung geblieben sind.

 


Tauchen Sie ein in das Reich der Hexen, Elfen und Kobolde

(News4Press.com) Dieses Buch lädt den Leser mit seinen märchenhaften und lehrreichen Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Feen zu einer Reise in die bunte Welt der Fantasie ein. Mit seinen lustigen Ausmalbildern ist es für Kinder ebenso geeignet wie für all jene, die im Herzen jung geblieben sind.

Begleiten Sie den kleinen Kobold Nepomuck auf seiner Suche nach einem Geschenk für seine Schwester Nelly, entdecken Sie das Versteck der Kobolde im Wald und nehmen Sie an dem fröhlichen Mitsommernachtsfest teil. Was macht ein Kobold, wenn er im Wald auf Zwerge trifft und wie pflegt man einen kranken Kobold gesund?
Laura und Nick begegnen einer Hexe, die so gar nicht in das böse Schema passt und im Garten von Axana bekommen Sie einen Einblick in das Reich der Blumenelfen. Die Fee Lavarisa erlebt so einiges, bevor sie sich ihre Flügel verdienen kann.
Sind Meerjungfrauen wirklich böse und was hat es mit den Wichteln eigentlich auf sich? In der Geschichte , Die Regenbogenbrücke’ übermittelt das Einhorn Taskia eine wichtige Botschaft.

Leseprobe aus ,Flügel für Lavarisa'

Es war ein schöner Sommertag und ich beschloss, einen Spaziergang durch unseren Garten zu machen. Dieser Garten mit seinen wild wachsenden Blumen und Sträuchern war das reinste Paradies für Vögel, Schmetterlinge, Insekten und Naturwesen aller Art. Hinten in einer Ecke befand sich mein kleiner Elfengarten, geschmückt mit einem Tongefäß voll frischem Quellwasser und einem selbstgebastelten Windspiel, das die Elfen anlocken sollte. Hin und wieder hatte ich wirklich schon welche gesehen, doch sie blieben selten lange an einem Ort.
Unter einer Blume im Elfengarten saß ein winziges Wesen mit heller Haut und blondem Haar, das bis zum Boden fiel. Es hatte den Kopf gesenkt und war von einem fast weißen Licht umgeben. Jetzt hob es den Kopf und sah mich aus großen blauen Augen an. Ich wusste, dass das keine Elfe war. Elfen hatten spitzzulaufende Ohren und dieses Wesen war irgendwie anders … zierlicher und von einer fast durchsichtigen Schönheit. Es musste eine Fee sein, aber es hatte keine Flügel. Ich war verwirrt.
„Hallo“, sagte ich vorsichtig.
„Hallo“, antwortete das Wesen und sah mich traurig an.
„Bist du eine Fee?“, fragte ich neugierig…

Weiterlesen kann man die Geschichte in dem Buch ,Geschichten aus dem Reich der Hexen, Elfen und Kobolde’ , erhältlich im Buchhandel auf Bestellung und bei ihrem Onlineanbieter.

©byChristine Erdic Christine Erdic 

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Roona

 

Der Junge legte seine Finger an die Lippen: „Psssst, sie darf uns nicht hören.“ „Und du bist dir ganz sicher, dass da wirklich eine Hexe wohnt?“, flüsterte das Mädchen und sah seinen Begleiter zweifelnd an. „Na klar, wirst schon sehen Laura, brauchst aber keine Angst zu haben.“ Er griff beruhigend nach der Hand des Mädchens. „Pfff … ich habe eh keine Angst.“ Vorsichtshalber behielt Laura aber doch lieber Nicks Hand in ihrer. Die beiden kannten sich schon aus der Krabbelstube und gingen auch jetzt zusammen in die zweite Klasse der nahegelegenen Grundschule. Im Dorf waren sie als die Unzertrennlichen bekannt. Das alte Haus lag etwas abseits, dort wo das Dorf schon fast zu Ende war. Und wie konnte es anders sein, dahinter lag ein tiefer dunkler Wald. Es war den Kindern verboten, allein dort hin zu gehen, sie könnten sich verlaufen und nicht wieder zurückfinden. Aber das Haus lag ja noch davor. „Warum wohnt denn die Hexe nicht im Wald, wie bei Hänsel und Gretel?“, fragte Laura erstaunt. „Na, sie ist doch schon alt und es wäre zu weit zum Einkaufen.“ Das war einleuchtend. „Und warum klebt kein Lebkuchen an ihrem Haus?“, bohrte das Mädchen weiter und betrachtete das alte Fachwerkhaus mit der grün gestrichenen Eingangstür skeptisch. „Ruhig jetzt“, warnte der Junge. „Wir schleichen uns von der Seite an, da ist ein Loch im Zaun.“ Geduckt schlichen die Zwei weiter. Nick bog einen Busch zur Seite und verschwand durch die Lücke im Drahtzaun in den Garten der Hexe. Laura folgte ihm, blieb aber mit dem Rock im Draht hängen. Der Stoff gab ein zärtliches RIIIIIIIIIIIIITSCH von sich und ein dreieckiger roter Fetzen schmückte das Gitter. Nick drehte sich ungeduldig um und übersah eine Baumwurzel am Boden. Er schlug der Länge lang hin und gab ein leises Jammern von sich. „Das war die Hexe“, klagte er und umklammerte seinen schmerzenden Fuß. „Quatsch, das warst du, weil du nach hinten geguckt hast statt nach vorn!“, lachte Laura. „Schau, mein Rock ist zerrissen.“ „Was ziehst du auch einen Rock an heute. Aua, es tut so weh.“ Laura stützte den humpelnden Nick bis zum Haus. „Die Fensterscheiben sind nicht aus Zuckerguss“, stellte sie sachlich fest. „Das ist mir ganz egal, machen wir lieber, dass wir hier wegkommen, eh sie uns erwischt“, maulte Nick. „Wir müssen bis zur Gartentür, durch das Loch krieche ich nicht noch mal“, sagte Laura. Da ging plötzlich die grüne Eingangstür auf. Erschrocken sahen die Kinder die alte Frau an, die sich auf einen Stock stützte und langsam herauskam. Ihre grauen Haare schauten unter einem schwarzen Tuch hervor, überhaupt war alles schwarz, der lange Rock, die Strickjacke und die Katze neben ihr, die einen Buckel machte und fauchte. „Schau an, Hänsel und Gretel“, lachte die Alte mit heiserer Stimme. „Seid mir willkommen!“ „Wir sind nicht Hänsel und Gretel! Wir sind Nick und Laura! Und wenn du eine Hexe bist, dann kannst du Nicks Fuß heilen. Vielleicht ist er gebrochen.“ Laura sah der alten Frau fest in die Augen. Nein, sie hatte keine Angst. Und Nick? Der stand zitternd und bleich neben Laura und sagte keinen Ton. ‚Aber vielleicht ist es auch nur der Schmerz‘, dachte Laura. „Dann kommt rein, ich schau mir den Fuß mal an. Übrigens hat meine Katze Junge.“ Das klang freundlich und Laura fragte sicherheitshalber nochmal nach: „Du bist doch eine Hexe, oder?“ „Jedenfalls behaupten viele Leute das“, schmunzelte die Alte und zeigte beim Lächeln einen einzigen schwarzen Zahn. „Übrigens könnt ihr mich Roona nennen.“ „Hast du auch eine schwarze Krähe?“, fragte Laura neugierig und sah sich in der Wohnküche um. Hier gab es eine alte offene Feuerstelle, über der ein Kupferkessel hing, in dem etwas brodelte, einen alten dunklen Schrank, eine Truhe und eine Sitzecke mit einem großen Tisch. „Nein, habe ich nicht“, erwiderte Roona und schob Nick auf die Sitzbank. Der sagte noch immer nichts. Die Hexe befühlte den Fuß und nickte zufrieden. „Es ist nichts gebrochen, nur der Knöchel ist verstaucht. Das tut aber auch ziemlich weh. Ich werde etwas draufschmieren, damit es nicht anschwillt.“ Sie machte sich am Schrank zu schaffen und holte ein Stück Brot heraus. Das tränkte sie mit Olivenöl und legte es auf Nicks Knöchel. Dann band sie ein Tuch ganz fest darum. „So!“ Nick hatte aufgehört zu zittern und sah sich mit großen Augen im Raum um. In der Ecke stand ein Korb mit Katzenbabys, die schwarze Katze saß daneben und beobachtete die Kinder ganz genau. Roona winkte Laura heran und staunend betrachtete sie die fünf Katzenbabys. „Nein, du bleibst da sitzen, der Fuß braucht Ruhe“, warnte sie Nick mit strenger Stimme. „Das hier ist eine Glückskatze, sie hat alle Farben: weiß, rot und schwarz“, sagte Laura. „Die ist so schön, die würde ich gern mitnehmen.“ „Die Babys sind noch zu klein, sie brauchen ihre Mutter. Aber wenn deine Eltern einverstanden sind, darfst du das Kätzchen in zwei Wochen abholen.“ Laura strahlte über das ganze Gesicht, die Eltern würden es sicher erlauben. „Darf ich dich ab und zu besuchen und lernen, wie man diese Verbände macht oder auch Kräutertränke?“ „Ich würde mich freuen, ich bekomme selten Besuch“, Roona ging zur Sitzecke hinüber und legte Nick die Hände auf die Stirn. „Ich wollte gerade Tee trinken, leistet mir Gesellschaft, wenn ihr mögt. Oder hast du immer noch Angst vor mir?“ Der Junge schüttelte den Kopf. „Nein, du bist eine gute Hexe.“ „Ja, solche muss es auch geben“, lächelte Roona. Sie füllte duftenden Kräutertee in drei Tassen und verteilte Apfelkuchen auf die Teller. Das schmeckte. Nach dem Essen holte Roona eine Pfeife aus der Rocktasche, stopfte sie mit Tabak und paffte friedlich vor sich hin. „Es wird langsam Zeit für euch, sonst machen eure Eltern sich Sorgen“, sagte sie plötzlich. „Und übrigens, Nick, ich wohne wirklich nur nicht im Wald, weil es zu weit für mich zum Einkaufen wäre.“ Sie lächelte verschmitzt, als sie die überraschten Augen des Jungen sah. Die Kinder verabschiedeten sich. „Vielen Dank, Roona“, sagte Nick. „Darf ich mir später auch ein Kätzchen aussuchen?“ „Wir werden sehen, junger Mann“, antwortete Roona. ,Und ich weiß auch schon, welches du auswählen wirst’, dachte sie und sah den Kindern lächelnd nach, bis sie nur noch zwei kleine Punkte in der Ferne waren. Dann ging sie zurück in ihr Haus und schloss die grüne Tür sorgfältig hinter sich.

 

©byChristine Erdic

 


©byChristine Erdic